Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

Webnews



http://myblog.de/aufwachraum

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

so, jetzt bin also auch ich ein blogger.

ich weiß nicht, warum ich das mache. als wäre es notwendig irgendwelche fremden leute da draußen an mir teilhaben lassen zu können. wo das diejenigen, die mir doch nah sind, nicht richtig können.

ich sage zu carina: je nachdem, wie es mir morgen geht, und sie - warum, hast du vor, so viel zu trinken?

ich wünschte ich könnte es. so viel zu trinken, mich endlich wieder am leben zu betrinken.

sogar die kopfschmerzen sind heute nicht da.

5.2.08 21:19


Werbung


atmen

um gleich mal so viel vorneweg zu nehmen: dieser blog wird wahrscheinlich von zitaten leben. manchmal auch bilder, vielleicht, wenn meine lahme netzverbindung sie zulässt. aber vor allem zitate. aus gedichten, songtexten, romanen, was weiß denn ich, manchmal auch von mir, von meinen texten. denn ohne das kann ich nicht. die sind so überlebensnotwendig. meine luft zum atmen.

vielleicht als erstes eine stelle aus der kg "Das Holz für morgen" von wolfgang borchert. dieser eine satz, der mir so nah war in letzter zeit.

Und gerade das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte.

5.2.08 21:30


aschermittwoch

Ich singe noch nicht.
Bis Lichtkreuze in bleicher Haut erlöschen,
wird Wärme meine Stimme hüten.

(c) bei mir/ aufwachraum


ich liebe diesen text. mit ihm hat etwas ganz besonderes angefangen, etwas das immer noch andauert. trotz allem was war. ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie mein leben davor aussah.

heute ist aschermittwoch. das war immer ein guter tag. nicht weil ich fasching nicht mag und froh bin, dass es vorbei ist. nein, das aschenkreuz, das war immer ein zeichen, dass das schlimmste überstanden ist. dass bald der frühling kommt. aber dieses jahr ist es zu früh, viel zu früh. es wird lange dauern, bis all die licht- und aschenkreuze in meiner haut erlöschen werden. wie kann bald der frühling kommen, wie kann die dunkelste zeit schon vorbei sein, wenn alles in mir nach winter schreit? nach schnee und eis und kälte wie in mir? wenn ich mich morgens nicht aus dem bett quälen kann, wenn mich der schiere gedanke an dieses leben betäubt.

ich weiß, wo die antwort liegt, aber ich trau mich nicht. trau mich nicht, das auszusprechen, was so offensichtlich ist.

ich sollte etwas tun.

6.2.08 18:37


einreißen

(http://www.villarsgyn.ch/tagesklinik.htm)

das hab ich beim stöbern gefunden.

ich will auch wieder wände einreißen können. will sie einrennen, mit dem kopf voran. kurz & klein schlagen, die ganzen mauern zwischen dir & mir zertrümmern. es wäre so viel heller danach, meinst du nicht auch?

6.2.08 18:48


Tomorrow I will tell someone to kill my love

warten.

und jetzt fühlt es sich wieder so an, als wäre leben nichts anderes als warten. zwei wörter, die ein- und dasselbe ausdrücken. ich warte immer. und es gibt immer irgend etwas, auf das ich warten kann. oder muss.
manchmal will ich es auch. dann mag ich nachts nicht schlafen, nur mit offenen augen da liegen und lauschen. auf irgendwas. eine erinnerung, ein atem, wie sich das anfühlen würde, jetzt mit dir und ob es dir gerade auch so geht. aber ich weiß, dass es nicht so ist mit dir. du magst von mir träumen, mehr als ich von dir, aber nachts wach liegen und auf etwas horchen, das nicht ist - dabei bin ich immer allein.
hab ich dir schon mal dieses gedicht von n. küchenmeister gegeben? "vögel im winter" heißt es, und das sind wir doch beide, du und ich, nur verbringt jeder von uns den winter anders. das würde ich dir sagen, in diesen wartenden, schlaflosen nächten: "ich / kann nicht atem holen meine hände zittern so kalt / und dann die stille hier im dunklen raum nur draußen / lautes flügelschlagen hör ich..."

ich bin immer noch nicht innerhalb des lebens.

7.2.08 20:13


It´s just me and a sky so blue

"Ich fahr nach Paris und ich fahr nach Tokio, nach Lissabon, Antwerpen und Rom, ich fahr um die Welt and I´m just lookin' for you, glaub mir, ich suche nur dich."

Judith Hermann in 'Nichts als Gespenster'


und wenn leben nichts anderes ist als warten, dann ist warten nicht stillstand sondern unterwegs sein. ich bin immer in bewegung, immer rastlos, unruhig, und kann nie bleiben an einem ort. ankommen reicht nicht, das wollte ich nie, ich muss streifen können, vagabundieren durch diese tage und nächte. und wenn ich müde werde, dann will ich zu dir kommen können, dich atmen, um neue kraft zu schöpfen, nur nicht zu lange. festhalten darfst du nicht. mich nicht und dich nicht an mir. denn ich werde vielleicht nicht mehr da sein, am nächsten morgen. und doch werd' ich nur suchen, glaub mir, ich suche nur nach dir.

solange es orte gibt, die Westerland oder Tåtorp heißen, Alert Bay, Nizza oder einfach nur Hamburg, solange ich mich immer wieder in dieses Fernweh verliebe, das mich beim schieren hören von ortsnamen packt, in denen ich etwas finden könnte, so lange lohnt es sich zu leben.

8.2.08 21:23


es könnte etwas sein –

© Max Jacoby

– oder hätte es niemals etwas werden können? und wenn du mich fändest, hier zwischen den trümmern, wie nackt wäre ich dann vor dir? wie nackt dürfte ich sein, damit du mich erkennst?
ich bin mir nicht mehr sicher.

10.2.08 00:45


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung